Fachbereich 7

Sprach- und Literaturwissenschaft


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Lehrende

Spracheinstellungen und sprachliches Urteil [SW3, SW, PK-Ersatz BA]


DozentIn: Dr. phil. Nathalie Nicolay

Veranstaltungstyp: Seminar

Ort: 22/108: Mi. 10:15 - 11:45 (14x), 41/E08: Donnerstag. 06.10.22 12:15 - 13:45

Zeiten: Mi. 10:15 - 11:45 (wöchentlich), Ort: 22/108, Termine am Donnerstag. 06.10.22 12:15 - 13:45, Ort: 41/E08

Beschreibung: Spracheinstellungen sind teils bewusste, teils unbewusste Haltungen zu sprachlichen Varietäten, die eine kognitive ("Deutsch ist eine schwierige Sprache"), eine affektive ("Sächsisch klingt hässlich") und eine konative, d.h. handlungsbezogene Komponente ("Für mein berufliches Weiterkommen würde ich Spanisch lernen") aufweisen. Interessant an Letzterer ist u.a. der Gegensatz zwischen geäußerter Meinung und tatsächlichem Verhalten (vgl.: "Ich benutze nie 'weil' mit Verbzweit-Stellung, weil das klingt total falsch!") - ein Grund, warum Umfragen zu Spracheinstellungen nur bedingt brauchbar sind.
Bewertende Handlungen können so unterschiedliche Phänomene betreffen wie die Unterscheidung zwischen 'richtig' und 'falsch', Sprachwandeltendenzen (WEIL + V2, Anglizismen) oder das Prestige der Herkunftssprachen von SchülerInnen. Gerade SprachexpertInnen, also auch (künftige) Lehrpersonen, sollten die ihren Bewertungen zugrundeliegenden Einstellungen, Normen und evtl. auch Stereotype immer wieder reflektieren. Dabei sollten die fundamentalen Unterschiede zwischen einer professionellen sprachbezogenen Bewertung und einer aus Laiensicht deutlich werden.


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