Fachbereich 7

Sprach- und Literaturwissenschaft


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Lehrende

Literatur über den Luftkrieg (NDL2, WP BA)


DozentIn: Rüdiger Reinecke

Veranstaltungstyp: Seminar

Ort: 11/214

Zeiten: Di. 12:15 - 13:45 (wöchentlich), Termine am Freitag. 07.07. 12:15 - 13:45

Beschreibung: Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Winfried Georg Sebald (1944-2001) kritisierte 1997 in seinen Züricher Vorlesungen „Luftkrieg und Literatur“, die Bombardierung Deutschlands sei nur in der Form „vager Verallgemeinerungen“ literarisch gestaltet worden ohne eine „Schmerzensspur“ hinterlassen zu haben. Deshalb sei sie aus dem kollektiven Bewußtsein der Betroffenen ausgeschlossen geblieben. Diese These und ihre Begründungen gilt es im Seminar zu diskutieren und zu prüfen.
Aus verschiedenen literarischen Gattungen werden hierzu Texte von Victor Klemperer, Bertolt Brecht, Max Frisch, Hubert Fichte und Alexander Kluge gelesen. Im Vergleich werden Texte behandelt, die die Perspektive auf deutsche Luftangriffe richten, und in denen der „deutsche Blick“ von exilierten und ausländischen JournalistInnen und SchriftstellerInnen, Hermann Kesten, Thomas und Erika Mann, Martha Gellhorn, Hannah Arendt und Stig Dagerman erweitert wird. Schließlich ist nach dem erinnerungspolitischen Kontext der Texte und ihrer aktuellen Konjunktur zu fragen. Die Arbeit im Seminar konzentriert sich auf die kritische Lektüre und Interpretation der Primärtexte.
Ein Semesterapparat mit Primär- und Forschungsliteratur wird in der Universitätsbibliothek, Alte Münze, 1. Stock eingerichtet.

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:

Sebald, W. G.: Luftkrieg und Literatur. Mit einem Essay zu Alfred Andersch. München, Wien: Hanser 1999. Wieder: Frankfurt am Main: Fischer 2001 (Fischer Taschenbuch; 14863).
Enzensberger, Hans Magnus (Hg.): Europa in Trümmern. Augenzeugenberichte aus den Jahren 1944 – 1948. Frankfurt am Main: Eichborn, 1990 (Die Andere Bibliothek).


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