Fachbereich 7

Sprach- und Literaturwissenschaft


Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Lehrende

Theorie und Praxis der Intertextualität. Am Beispiel der Werke Georg Büchners [NDL3 K2, WP-NDL, WP-X, PK-Ersatz]


DozentIn: Prof. Dr. Elke Dubbels

Veranstaltungstyp: Seminar

Ort: 11/211: Di. 12:00 - 14:00 (12x), 11/213: Di. 12:00 - 14:00 (1x)

Zeiten: Di. 12:00 - 14:00 (wöchentlich), Ort: 11/211, 11/213

Beschreibung: Das Seminar will in die Theorie der Intertextualität einführen und sie am Beispiel von Büchners Texten für die Textanalyse fruchtbar machen. Intertextualität manifestiert sich besonders deutlich in Zitaten und Anspielungen. Büchners Texte sind bekannt dafür, dass es in ihnen einen ausgesprochen hohen Anteil von Zitaten gibt. „Grundsätzlich schwebt über jedem Satz, über jedem Wort in Büchners Texten der Verdacht, es könne nicht von ihm sein“ (Helmut Müller-Sievers). Die hohe Dichte an Zitaten hat bei Büchners Zeitgenoss*innen oftmals für Irritationen gesorgt, im literaturgeschichtlichen Rückblick gilt sie heute hingegen als Signum von Büchners spezifischer Modernität und als Ausdruck seiner innovativen intertextuellen Poetik. Büchner greift Prätexte sowohl literarischer als auch außerliterarischer Herkunft auf, um sie poetisch zu bearbeiten, sie sich produktiv anzueignen, zu modifizieren, zu kritisieren oder auch zu verwerfen. Sei es, dass er mit Bibel-Zitaten politisch agitiert („Hessischer Landbote“), psychiatrische oder kriminalistische Fallgeschichten umschreibt („Woyzeck“, „Lenz“) oder die Sprache der Französischen Revolution auf die Bühne bringt, um sie als theatralische Phrase vorzuführen („Danton’s Tod“). Vor dem Hintergrund theoretischer Ansätze zur Intertextualität wollen wir im Seminar Büchners intertextueller Poetik des Zitats auf den Grund gehen.


zur Veranstaltung in Stud.IP