Fachbereich 7

Sprach- und Literaturwissenschaft


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Lehrende

Pragmatik: sprachliches Handeln [SW4_v01, SW5, SW5_v01, SWLA, SWMA, SWFM, WP-X, WPFM, SSS]


DozentIn: Dr. phil. Nathalie Nicolay

Veranstaltungstyp: Seminar

Ort: 11/213

Zeiten: Mi. 10:15 - 11:45 (wöchentlich)

Beschreibung: Die Pragmatik untersucht auf vielfältige Weise die alltägliche Verwendung und Interpretation sprachlicher Ausdrücke in ihrem Kontext:
Bei der Deixis geht es um die Referenz v.a. auf Personen, Orte und Zeiten anhand von Ausdrücken wie 'ich', 'hier' und 'jetzt', die nur bei Kenntnis der Äußerungssituation vollständig interpretierbar sind; auch die Verwendung von 'kommen' und 'gehen' erfordert ein Wissen um die (aktuelle oder zukünftige) Position von Sprecher und Adressat.
Das Konzept der Konversationsimplikatur ermöglicht es, zu unterscheiden zwischen dem wörtlich Gesagten (oft sehr wenig!) und dem, was damit (noch) gemeint ist; als Empfänger ziehen wir ständig eine Reihe von Schlüssen unter der Annahme, dass Gesprächsteilnehmer sich grundsätzlich kooperativ verhalten.
In der Sprechakttheorie werden Äußerungen als sprachliche Handlungen aufgefasst. Diskutiert wird z.B., was ein geglücktes Versprechen ausmacht oder warum wir sowohl 'Kannst du mir bitte das Salz reichen?' (einen Fragesatz) als auch 'Paul, es zieht!' (einen Aussagesatz) als Aufforderungen verstehen können.
Die Konversationsanalyse befasst sich mit der Organisation und Struktur authentischer Gespräche; es wird deutlich, dass auch Alltagsgespräche alles andere als regellos und chaotisch verlaufen, was z.B. die Verteilung des Rederechts und den Sprecherwechsel betrifft.


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